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Der ultimative Beweis, dass Gott dich liebt!

Das Kreuz ist weltweit als wichtigstes Symbol des Christentums bekannt. Wenn wir jedoch bedenken, dass es sich dabei um eine der grausamsten Hinrichtungsmethoden bei den alten Römern handelt, stellt sich berechtigterweise die Frage: Was hat es damit auf sich?


Ein Kreuz aus Holz

Es kommt nicht oft vor, dass sich Menschen über den Tod einer Person freuen. Die normale und angemessene Reaktion sind sicherlich erstmal ein Schock und tiefe Trauer - ob es sich nun um eine uns nahe stehende Person handelt oder die Nachrichten von einem Unglück berichten. Nur sehr selten kommen andere Gefühle in uns hoch. Ein Beispiel wäre der Tod von Osama bin Laden, einem saudi-arabischen Terroristen. Viele Menschen waren wohl eher erleichtert als bestürzt, als sie diese Neuigkeit hörten.


Doch wie kommt es, dass Christen seit 2000 Jahren an den Tod eines Mannes denken und sogar dankbar und froh darüber sind? Und das, obwohl es sich um alles andere als einen Verbrecher handelte. Wie kommt es, dass das Kreuz - das Instrument seiner Hinrichtung - bis heute von Christen hochgehalten wird, um den Hals getragen oder auch auf Berggipfeln zu sehen ist? Und was hat das mit Gott zu tun?


Heutzutage streitet es kein ernstzunehmender Wissenschaftler mehr ab, dass Jesus von Nazareth tatsächlich vor rund 2000 Jahren in Palästina gelebt hat und ganz schön Eindruck bei den Menschen hinterließ. Auch seine Kreuzigung gilt als historisch gesichert. Die Frage ist jedoch: wieso wurde dieser Jesus eigentlich zu einem so grausamen Tod verurteilt?


Der Grund, weshalb Jesus gekreuzigt wurde


Das Neue Testament sagt uns, dass Jesus ein Mann ohne Sünde war (z.B. Hebräer 7,26; 1. Petrus 2,22). Das bedeutet, dass er sich in allem nach dem Willen Gottes richtete und nichts tat, was moralisch schlecht oder gegen das Gesetz war. Vielmehr begegnet uns in Jesus die Liebe in Person. Doch wenn das stimmt, wieso würde irgendjemand dann ein Problem mit ihm haben?


Dafür gab es zwei Gründe:

  • Erstens sorgte Jesus für ganz schön viel Unruhe im Land. Er sammelte Menschenmassen um sich, vollbrachte außergewöhnliche Wunder und erzählte von einem neuen Königreich, das anbrechen sollte. Das war den Ordnungshütern, also vor allem den Römern, die Palästina besetzten, natürlich nicht ganz recht. Unruhestifter wurden lieber aus dem Weg geschafft.

  • Der zweite Grund waren seine ungeheuren Selbstaussagen. Unzählige Male beschuldigten die führenden Juden ihn der Gotteslästerung, da er den Anspruch vertrat, Gott gleich zu sein (vgl. Johannes 5,17-18; 10,31; 19,7). Das Gesetz forderte es, dass jemand mit dieser Aussage sterben musste (z.B. 3. Mose 24,16). Doch das Jesus mit seinen Aussagen tatsächlich die Wahrheit sagte, das wollte die religiöse Elite nicht wahrhaben.

Diese Aspekte sowie der Verrat von Judas, einem der 12 Jünger, führten schließlich dazu, dass Jesus in Jerusalem vor den Statthalter Pontius Pilatus gezerrt wurde. Das Volk war inzwischen in unbegreiflichen Hass verfallen und verlangte seine Kreuzigung (Matthäus 27,23). Pilatus gab ihrer Forderung nach.


Grausamkeit pur


Das Kreuz war im 1. Jahrhundert tatsächlich die beliebteste Hinrichtungsmethode der Römer. Jesus war keine Ausnahme. Sowohl vor den Toren einer Stadt als auch an vielen Handelsstraßen konnte man damit rechnen, regelmäßig solche armen Seelen zu sehen, die dieses Schicksal getroffen hatte. Damit sollte auf abschreckende Art und Weise deutlich gemacht werden: Leg dich bloß nicht mit Rom an!


Die Römer selbst wussten, wie qualvoll und erniedrigend dieser Tod durch Kreuzigung ist, dass es verboten war, einen römischen Bürger auf diese Weise hinzurichten. Ohne an dieser Stelle zu stark ins Detail gehen zu wollen, ist es denke ich doch wichtig zu wissen, was Jesus da wirklich ertragen musste. Sowohl durch seine Handgelenke als auch zwischen die Knöchel und die Ferse wurden stabile Eisennägel getrieben. Der Verurteilte hatte also gewaltige Schmerzen, aber war an diesem Kreuz wortwörtlich festgenagelt. Doch normalerweise starb man nicht wegen der Nägel oder der zuvor erhaltenen Schläge und Peitschenhiebe. In der Regel erfolgte der Tod durch langsames Ersticken, weshalb man sich zum Luftholen unter Schmerzen nach oben drücken musste. Um diesen Prozess zu beschleunigen, brachen die Römer manchmal die Beine, eben damit man sich nicht mehr aufrichten konnte. Die Evangelien berichten, dass dies bei den beiden Verbrechen links und rechts von Jesus gemacht wurde (Johannes 19,31). Jesus hingegen war bereits gestorben.


Wie kommt es nun, dass wir diese schrecklichen Methoden der Vergangenheit nicht einfach Vergangenheit sein lassen? Weshalb spielt die Kreuzigung von Jesus noch heute eine Rolle für uns?


Der Ort unserer Erlösung


Moment mal. Erlösung? Diese Grausamkeit, die ich eben beschrieben habe? Ja, ganz recht.


In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut ...


Jesus Christus starb einen qualvollen Tod, damit du und ich erlöst werden. Aber von vorne: Was bedeutet dieses Wort »Erlösung« eigentlich?


Im Alten Testament wurde dieser Begriff für die Befreiung von Israel, dem Volk Gottes, verwendet - sei es der Auszug aus der Sklaverei in Ägypten oder die Rückkehr aus dem Exil in Babylon. Es handelte sich also um eine physische Erlösung aus unerträglichen Umständen. Zur Zeit von Jesus verstand man darunter eher die individuelle Befreiung; also eine einzelne Person, die zum Beispiel von dämonischen Mächten oder von ihren Sünden erlöst wird.


Heutzutage scheint sich einiges geändert zu haben. Fühlen wir uns in diesem Sinne überhaupt noch erlösungsbedürftig? Hier in Deutschland geht es uns ja gut. Wir sind freie Menschen mit einer demokratischen Regierung. "Dämonische Mächte - hör mir auf damit. Und Sünde? Ich haben eben eine Schwäche für Süßes."

Obwohl wir uns noch als «Christliches Abendland« rühmen, schwindet in der Bevölkerung zunehmend das Bewusstsein für biblische Vorstellungen und Begriffe. Da ist es an der Zeit, als Christen in der Gesellschaft neu für diese Botschaft der Erlösung einzutreten, die nach wie vor für jeden von uns höchst relevant ist.


Diese Botschaft besagt folgendes: Es gibt einen Gott, der allmächtig ist und alles erschaffen hat. Dieser Gott - der sich uns in der Schöpfung, in der Bibel und in der Geschichte offenbart - ist vollkommen gut, heilig und gerecht (5. Mose 32,4; Jesaja 6,3). Wir Menschen hingegen - dich und mich eingeschlossen - sind eigensinnig, schuldbeladen und verdorben (Johannes 3,19-20; Römer 3,10-18.23). Wir wollen von diesem heiligen Gott eigentlich gar nichts wissen. Doch eines Tages wird jeder einzelne Mensch sich vor ihm für sein Leben verantworten müssen - inklusive allem, was Gott überhaupt nicht gut heißt. Schlussendlich bedeutet das: wir werden gerichtet und gehen verloren (Römer 1,18; 2. Thessalonicher 1,8-9).


Lies an dieser Stelle nicht zu schnell weiter, sondern mach dir das Gesagte erstmal bewusst.


Schon im Alten Testament gab es eine Antwort auf die Sünde der Menschen, die ja die Gemeinschaft mit diesem heiligen Gott verhinderte. Der Preis für Sünde ist nämlich ziemlich kostspielig. Sünde - also das in unserem Leben, was wir von Natur aus in uns steckt, Gott aber hasst (Egoismus, Habgier, sexuelle Unmoral, Lügen, Ablehnung von Gott und seinem Willen etc.) - wird uns am Ende deutlich mehr kosten, als wir bereit waren zu zahlen. Gottes Wort sagt uns, dass der Lohn der Sünde letztendlich der Tod ist (Römer 6,23). Das Volk Israel wusste, dass Gott die Schuld nicht ungestraft lässt, also opferten sie ein Tier an ihrer Stelle. Es stand symbolisch dafür, dass das Tier den Preis bezahlt und die Strafe abbekommt, die ich verdient habe. Ein Leben für ein anderes.


Jesus - das Lamm Gottes


Tiere konnten die menschliche Schuld zwar bedecken, aber nicht wegnehmen (Hebräer 10,4). Es brauchte ein besseres Opfer. Eines, das nur von Gott kommen kann. So wie die Israeliten in Ägypten aufgerufen waren, ein einjähriges, makelloses, männliches Lamm zu schlachten, um mit dem Blut an den Türpfosten vor dem Gericht Gottes verschont zu bleiben (2. Mose 12), so sagt uns nun das Neue Testament über Jesus, dass er das Lamm Gottes ist (Johannes 1,29). Das bedeutet: Jesus wird wie die Lämmer in Ägypten geschlachtet werden müssen, um uns vor dem Gericht Gottes zu bewahren und unsere Sünden tatsächlich wegzunehmen bzw. vollständig zu vergeben.


Jesus selbst bezahlt den Preis! Er lässt sein Leben, um uns zu erlösen (Matthäus 20,28). Am Kreuz der Römer nimmt Jesus unsere Sünden auf sich und vergießt sein Blut (2. Korinther 5,21; Hebräer 9,11-15). Ich finde es faszinierend, wie genau diese Realität von dem Propheten Jesaja bereits hunderte Jahre vor Christus angekündigt wurde. In Jesaja 53,4-5 (Hfa) heißt es:


Dabei war es unsere Krankheit, die er auf sich nahm; er erlitt die Schmerzen, die wir hätten ertragen müssen. Wir aber dachten, diese Leiden seien Gottes gerechte Strafe für ihn. Wir glaubten, dass Gott ihn schlug und leiden ließ, weil er es verdient hat.

Doch er wurde blutig geschlagen, weil wir Gott die Treue gebrochen hatten; wegen unserer Sünden wurde er durchbohrt.

Er wurde für uns bestraft - und wir? Wir haben nun Frieden mit Gott!

Durch seine Wunden sind wir geheilt.


Wie kann ein gerechter Gott mich freisprechen trotz meiner Schuld? Indem Jesus Christus meinen Platz eingenommen hat. Gottes Liebe ließ es zu, dass sein Sohn an meiner Stelle stirbt und ich somit Frieden mit Gott haben darf. Wenn du dich je gefragt hast, ob Gott dich wirklich liebt: das Kreuz ist der beste Beweis. Als wir noch nichts von Gott wussten, war er bereit, sein Leben für uns hinzugeben (Römer 5,8). Du musst also nichts mehr leisten, um dir seine Liebe zu verdienen. Du darfst dieses Geschenk einfach annehmen. Seine Gnade reicht vollkommen aus!


Deine Rolle dabei: wende dich von all den Dingen ab, wegen denen Jesus gestorben ist (bei mir waren das zum Beispiel Drogen und ein exzessives Partyleben, aber das gilt genauso für die eher "unscheinbaren" Dinge wie Geldgier, Lügen oder sexuelle Beziehungen vor der Ehe) und setze dein Vertrauen darauf, dass allein durch sein Kreuz und seine Auferstehung du mit Gott versöhnt bist (Markus 1,15; Römer 3,22-25). Wenn du in deinem Herzen das glaubst, dass Jesus auferstanden ist, und dich mit deinem Mund zu ihm als dem Herrn bekennst, wirst du gerettet werden (Römer 10,9-13).


Wenn du das in Anspruch nehmen möchtest, lade ich dich ein, das bewusst in einem Gebet zu Gott auszudrücken und ihm dein Leben anzuvertrauen. Das kann zum Beispiel so aussehen:

Herr Jesus, ich komme zu dir.

Ich bekenne dir meine Schuld [...] und bitte dich von ganzem Herzen um Vergebung!

Ich danke dir, dass du bereit warst, meinen Platz am Kreuz einzunehmen.

Du hast meine Sünden getragen und mir somit neuen Zugang zu Gott, dem Vater ermöglicht.

Ich vertraue auf dein Kreuz und glaube, dass du am dritten Tag auferstanden bist.

Ich will dir nachfolgen mit allem, was ich bin.

Du sollst von nun an der Herr über mein Leben sein. Ich gebe alles in deine Hand.

Danke dir für deine wunderbare Erlösung, die du für mich vollbracht hast.

Amen!


Falls du dich fragen solltest, wie es nun weitergeht, darfst du dich gerne bei mir melden.


Sei gesegnet!

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